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„Baulärm ist Wachstumsmusik“
Kamp-Lintfort: Auch das gehört zum Strukturwandel der Noch-Bergbau- und schon Hochschulstadt. Wo am 19. Dezember 2010 der letzte der drei Weißen Riesen gesprengt wurde, kann bald eingekauft, flaniert, verweilt werden.
Am Donnerstag gab es das Richtfest für das entstehende Einkaufszentrum mit dem Namen EK3, die Fertigstellung und Übergabe an die Mieter erfolgt im Mai, die Eröffnung dann im Sommer. So erklärte es zumindest Albert Ten Brinke vom Bauherrn Ten Brinke Projektentwicklung - und setzte damit seine eigene Firma unter Druck, denn in der Broschüre war von einer Eröffnung erst im September/Oktober die Rede. Aber die schaffen das schon, die Bauarbeiter und Ladeneinrichter.
25 Millionen Euro, 8.500 Quadratmeter
25 Millionen Euro beträgt das Projektvolumen, 8500 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen auf 15 000 Quadratmeter Bruttofläche. Größter Mieter wird das Selbstbedienungswarenhaus Kaufland, die beiden nächst größeren sind der Elektronikhändler Promarkt und der Drogeriemarkt Rossmann. Unter anderem Schuhe, Textilien, Optik, Einrichtungsgegenstände, Eiscafé, Apotheke, Frisör, Bäcker, Schmuck, Lotto und Zeitschriften vervollständigen das Sortiment. Schon jetzt sind 98 Prozent der Verkaufsfläche vermietet. Bis zur Eröffnung sollen es 100 Prozent sein.
„Ich hatte mich schon fast wieder umgedreht“
„Beim Bau von C & A wurden wir auf dieses Gelände aufmerksam gemacht“, blickte Ten Brinke zurück. „Wir waren nicht ganz begeistert – uns erschien die Fußgängerzone dunkel und ich hatte mich schon fast wieder umgedreht.“ Erst das engagierte Team der städtischen Wirtschaftsförderung und Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau West hätten eine Perspektive aufgezeigt.
Immerhin leben in einem Umkreis von 15 Kilometern 115 000 Menschen. Ten Brinke: „Die wollen wir auf Kamp-Lintfort aufmerksam machen, und das wird uns auch gelingen.“ Sein Credo sei „Baulärm ist Wachstumsmusik“, auch wenn Nachbarn dadurch gestört werden könnten. Aber diese Phase ist ja bald vorbei.


